Feldenkrais – eine 
faszinierende Methode

Strecken – Spüren – Atmen – Experimentieren – Geistig und körperlich entrosten und ausmisten – Bessere Wege finden = Feldenkrais

Kleine Einführung in die Praxis des Feldenkrais

Moshe Feldenkrais, Physiker und Judolehrer, entwickelte, durch eine Knieverletzung und dem Interesse an der Neurophysiologie geleitet, die nach ihm benannte Feldenkrais-Methode. Eine Körperorientierte Lernmethode. Die Grundsteine der Methode sind das ORGANISCHE LERNEN und die BEWUSSTHEIT.

„Organisches Lernen ist grundlegend, daher unerlässlich. Er kann auch therapeutisch wirken. Lernen ist gesünder als Patient zu sein oder sogar als geheilt zu werden. Leben ist kein Ding, sondern ein Prozess. Prozesse aber gehen gut, wenn es viele Wege gibt, sie zu beeinflussen. Um das zu tun, was wir möchten, brauchen wir mehr als nur den einen, den wir kennen – mag er auch an sich ein guter Weg sein.“ (M. Feldenkrais)

Weniger ist mehr – ja, wirklich!

In der Feldenkrais-Arbeit steht die Körperwahrnehmung im Vordergrund. Es geht um das Spüren seiner eigenen Bewegungsgrenzen und um das Ausrichten seines individuellen Umfangs.

Die Bewegungen werden von sehr langsam und klein (fast in Zeitlupe) bis so schnell und groß, wie es einem angenehm ist, ausgeführt und durch kurze Pausen unterbrochen, um die Wahrnehmung zu trainieren. Das spielerische Erforschen von Bewegungen und Bewegungsgewohnheiten, die Feinabstimmung der Gelenke, fast wie das Stimmen eines Musikinstrumentes und die regelmäßigen kurzen Pausen sind das besondere an dieser Methode.

Anfangs erscheinen die Bewegungssequenzen für manche fast langweilig, als ob nichts passiert. Aber nach und nach erkennt man den großen Vorteil in dieser minimalistischen Ausführung der Bewegungen, macht sich diese bewusst.

Wie viel ist genug?

Eine der wichtigsten Sachen, die wir in und durch die Feldenkrais-Arbeit lernen können, ist, wie viel genug ist. Babys haben ein gutes Gespür dafür, denn sie bewegen sich, probieren, erkunden – und wenn sie müde oder frustriert werden, ruhen sie sich aus. Wenn sie erneut neugierig werden, legen sie wieder los. Und genau so arbeitet die Feldenkrais-Methode. Diesem inneren Barometer wieder herzustellen ist eine der besten Sachen, die man für die Gesundheit und das Wohlbefinden tun kann.

Mach mal Pause

Pausen braucht das Nervensystem, um die Möglichkeit zu erhalten, neu gelernte Informationen zu verarbeiten und zu Verbahnen. Was gesunde Muskel- und Nervensystemfunktion betrifft, ist die Fähigkeit, mit arbeiten aufzuhören genauso wichtig wie die Fähigkeit zu arbeiten. Also mach mal Pause, wenn Du sie brauchst – im Feldenkrais wie im Leben.

„Mache das Unmögliche möglich, das Mögliche leicht und das Leichte elegant.“

Moshé Feldenkrais

Mach es nur so gut wie es geht und nicht besser

Paradoxerweise wird es dann besser gelingen.

Wenn man versuchen, etwas „gut“ oder „richtig“ zu machen, tendieren man dazu, vor lauter Perfektionismus Muskeln anzuspannen, die mit der eigentlichen Aufgabe gar nichts zu tun haben.

Die Methode gibt uns die Möglichkeit, das spielerische Experimentieren mit Bewegungen, das aufmerksame Wahrnehmen und Erleben eines Kindes zurückzuholen und das automatische Ausführen unserer Bewegungen aufzuheben.

Somit ist Feldenkrais eine körperorientierte Lernmethode, welche Bewegungen, Sinneswahrnehmungen, Fühlen und Denken zum Zwecke der Verbesserung von Koordination, Flexibilität und Selbstwahrnehmung verknüpft.

„Wer keine Fehler macht, kann auch nicht lernen.“ (M. Feldenkrais)

Freu Dich über Fehler, denn sie zeigen Dir, wo es nicht lang geht und was keinen Sinn macht. Die beste Art zu lernen, ist, viele Möglichkeiten auszuprobieren. Feldenkrais sagte: „Wer nur eine Möglichkeit zu handeln weiß, handelt zwanghaft. Wer nur zwei Möglichkeiten zu handeln hat, hat ein Dilemma. Erst wenn Sie drei Möglichkeiten zu handeln haben, haben Sie wirklich eine Wahl.“

Das Ziel von Feldenkrais ist die Entwicklung hin zu mehr Vielfalt, einem erweiterten Selbstbild und vor allem neuen Handlungsmöglichkeiten, das bewusste Erleben von eigenen Bewegungsprozessen, eine größere körperliche Flexibilität, bessere Koordination, mehr Leichtigkeit in der Bewegung und dadurch mehr Effizienz und Freude in Beruf, Freizeit und Sport.

Wichtige Hinweise vor deiner Teilnahme

Trage bequeme Kleidung, in der du dich wohlfühlst und dich frei bewegen kannst. Je nach Kurs und Raum kannst du barfuß oder mit Socken üben  – so, wie es für dich angenehm ist. Schuhwerk wird nicht gebraucht. 

Jeder Mensch bringt andere körperliche Voraussetzungen und Erfahrungen mit. Deshalb gibt es bei AuenZauber nicht die eine „richtige“ Ausführung. Bewegungen können angepasst, verkleinert, im Sitzen ausgeführt oder auch ganz ohne äußere Bewegung wahrgenommen werden.

Wichtig ist nicht, etwas leisten zu müssen, sondern deinen eigenen Körper bewusst zu erleben und einen Weg zu finden, der sich für dich stimmig anfühlt.

Bei akuten Erkrankungen oder Unsicherheiten sollte die Teilnahme vorab medizinisch abgeklärt werden.

Hinweis zum Angebot

FeldenKrais wird bei AuenZauber als präventives Bewegungs-, Achtsamkeits- und Entspannungsangebot vermittelt. Der Kurs dient der bewussten Bewegung, Körperwahrnehmung und Förderung des allgemeinen Wohlbefindens.

Er stellt keine medizinische, psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung dar und ersetzt keine notwendige ärztliche, psychotherapeutische oder heilpraktische Behandlung.

„Kleine Bewegungen können Großes verändern –
entdecke neue Leichtigkeit in deinem Alltag.“